WIP will endlich die Lebensmittelversorgung im Unterdorf verbessern – aber auch wir haben den Stein der Weisen nicht gefunden. Nach vielen Jahren der vergeblichen Suche nach einer Lösung schlagen wir jetzt einen anderen Weg vor.
Laboe verfügt in Richtung auf seine Ortsränder über Buslinien mit jeweils drei Haltestellen. Es ist aber viel zu teuer, für den Bus im Ort bis zur Haltestelle bei Edeka Einzelfahrscheine zu kaufen. Dabei transportieren die Busse hier bei uns im Ort doch viel zu wenige Fahrgäste. Das könnte mit etwas gutem Willen der Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe geändert werden.
Die Forderung der WIP: Der ÖPNV vom Busbahnhof unten am Hafen soll endlich für jedermann kostenfrei gestaltet werden.
Wer z.B. vom Hafen an den Ortsrand zum Einkaufen fahren möchte, soll den Bus für diese Stationen ohne Fahrschein nutzen können. Das soll nicht nur für alle unsere mobilitätseingeschränkten Einwohner, insbesondere aus dem Unterdorf, sondern für alle Laboer, Gäste, alle Tagesbesucher und auch alle Gast- und Dauerlieger in unseren Häfen gelten.
Wir versprechen uns dadurch neben einer Verbesserung für unseren mobilitätseingeschränkten Personenkreis auch eine deutliche Reduzierung des privaten PKW-Verkehrs im Ort. Damit würde die Politik nach dem Ergebnis der letzten Einwohnerbefragung und auf dem Ortskernentwicklungskonzept aufbauend gleich mehrere Forderungen unserer Einwohnerschaft erfüllen.
Mobilität erhöhen, Lärm und Schadstoffe reduzieren, die Lebensmittelversorgung verbessern und gleichzeitig für den Bus als klimafreundliches Verkehrsmittel werben und die Umwelt entlasten.
Der Fußgängerverkehr und unser ÖPNV müssen im Ort endlich den höchsten Stellenwert bekommen. Dafür wollen wir einstehen, dafür werben wir.
Damit dies möglich gemacht werden kann, sollen Bürgermeister und Amtsverwaltung umgehend Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben aufnehmen und alle Mandatsträger für diese Lösung bei der Kielregion, allen relevanten Verbänden und allen politischen Entscheidungsträgern auf Kreis- und Landesebenewerben und nach Verbündeten suchen.
Die Verkehrsträger sollen mit der Gemeinde eine Vereinbarung über eine angemessene jährliche Ausgleichspauschale abschließen, die die Gemeindekasse nicht überfordert, aber auch aus Sicht der Träger des ÖPNV eine angemessene Kostenbeteiligung durch die Gemeinde darstellt.
Der viel größere Ort Heiligenhafen hat es vorgemacht. Dort wurde im letzten Jahr eine vergleichbare innerörtliche Lösung eingeführt (die KN berichtete darüber). Das wollen wir auch hinbekommen.
