Neues zur Strandpromenade

In der konzentriert und sachlich geführten Diskussion im Werkausschusses wurde am 06.11.24 u.a. über das weitere Vorgehen bei der Sanierung der Strandpromenade beraten. Dabei wurde die Möglichkeit ins Auge gefasst, die ursprüngliche große Planungsvariante wegen einer nun doch denkbaren Förderung wieder aufleben zu lassen. Der Bericht unseres Bürgermeisters über die Förderbedingungen ließ die bei allen vorhandene Hoffnung auf kurzfristige Mittel jedoch schnell erlöschen.

Die voraussichtlich im Januar bereitstehenden 60 Mio. aus der Tourismusförderung würden sich auf Projekte in ganz SH verteilen. Zudem wäre mit einer Bearbeitungszeit von etwa 6 Monaten zu rechnen und es müssten vorher nach einer extra Ausschreibung besondere Förderanträge erstellt werden. Damit würde auch im nächsten Jahr kein Fortschritt auf der Promenade erkennbar sein und Laboe obendrein mit hoher Wahrscheinlichkeit leer ausgehen.

Daher wurde die große Lösung erneut verworfen und der Antrag der Verwaltung zur Umsetzung einer abgespeckten Version wieder aufgenommen.

Folgendes wurde entschieden:

In einer ersten Sofortmaßnahme sollen die Teilstücke der Gabionen zu einer vollständigen Mauer ergänzt werden. Damit entfallen die Bretterelemente und gespannten Tampen. Diese Arbeiten sollen als Folgeauftrag der bereits errichteten Teilgabionen losgelöst vergeben werden und noch im Dezember starten.

Wir von WIP wissen, dass Gabionen nicht die schönste aller Lösungen sind. Doch derzeit liegt dieser Teil unserer Strandpromenade noch oberhalb der Gefährdungslinie des Landesamtes für Küstenschutz. In vier Jahren erfolgt dort eine turnusmäßige Neubewertung der Lage, die wegen einer neuen Prognose des klimabedingten Anstieges des Meeresspiegels (weitere mind. 26 cm) unseren Promenadenabschnitt mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Gefährdungszone rückt.

Dann würden die Gabionen an andere Stellen in Laboe umgesetzt und durch eine mit 90% der Kosten geförderte Küstenschutzmauer ersetzt werden. Es wäre also töricht, diese Investition bereits jetzt ohne Fördermittel umzusetzen. Daher stimmten wir diesem Begehren zu.

Die Promenade soll dann in gerader Ausführung neu gepflastert werden und an geeigneten Stellen Aufweitungen zur Gabionenwand bzw. Straße hin erhalten. Eine etwa knie- bis hüfthohe Beleuchtung soll die Sicherheit erhöhen, aber den nächtlichen Fördeblick nicht behindern.

Sitz- und Ruheelemente ergänzen die Aufweitungen Teilweise werden die Gabionen mit Sitzbrettern ergänzt. Auch diesem Antrag stimmte WIP zu.

Zur optisch gefälligen Auflockerung könnte in einer anderen Pflasterfarbe eine geschwungene Linie eingelegt werden. Damit wird der optische Eindruck des geraden Verlaufs verringert. Diese stilistischen Elemente bleiben aber der nun folgenden Feinplanung vorbehalten.

Wir von WIP würden gerne an den platzartigen Aufweitungen des Weges eine Schmuckpflasterung einfügen lassen und in die Gabionenwand gleichartige Symbole aus Metall verankern lassen.

Diese sollten z.B. eine Windrose, einen Fisch, eine Krabbe, ein Segelboot, einen Anker oder eine Robbe darstellen. Das lockert den geraden Verlauf weiter auf, lässt die Festlegung von Treffpunkten zu und würde zu einem dauerhaften Erkennungszeichen unserer neuen Promenade werden. Vielleicht würden Laboer Vereine und Betriebe unserer Gemeinde für die Namensnennung auf einer Tafel auch ein solches Zeichen stiften.