In dem im Artikel vom 29.07.25 in der KN wurde von der Umgestaltung der Promenade beginnend nach dem Schwimmbad bis hinter das Ehrenmal berichtet.

Zu den Fakten:
Das Promenadengelände liegt auf diesem Abschnitt oberhalb des von Hochwasser gefährdeten Bereichs. Daraufhin hat das für den Hochwasserschutz zuständige Landesamt die Förderung einer Hochwasserschutzmauer bereits 2024 kurz nach dem letzten Hochwasser abgelehnt.
Stattdessen müssen die Gabionen im eben nicht gefährdeten Promenadenteil herhalten.
Die Laboerinnen und Laboer können sich noch an die Situation nach dem letzten Hochwasser erinnern.
Bei dem Hochwasser im Oktober 2023 wurden die Holzzäune durch Gischt und Wind auf langen Strecken zerstört. Die Gabionen standen dagegen ohne Tadel auf ihren Betonfundamenten auf der freigespülten Igeldecke. Daraufhin war es keine Option, die kaputten Zaunteile einfach zu erneuern, weil die einzelnen Segmente leider alle eine unterschiedliche Länge hatten und daher auf Maß hätten gefertigt werden müssen. Dies hätte enorme Kosten verursacht. Daher wurden die bereits früher verrotteten Teile schon vor der Flut durch Gabionen ersetzt. Schon zu diesem Zeitpunkt hätte man dies auf der gesamten Länge machen können, denn das Material dafür war bereits bestellt. Aus gutgedachten Sparabsichten wurde jedoch der Aufbau kostenpflichtig wieder abbestellt und sogar ein Mindermengenaufschlag bezahlt. Die WIP gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht und war somit bei diesen Entscheidungen nicht involviert.
Und nun Hand aufs Herz: Welche Einwohner wollten denn jetzt noch mehrere Jahre bis zur Fertigstellung einer neuen Strandpromenade mit dem Mischmasch aus Gabionen, grünen Tampen und alten Bretterzaunteilen leben? War das etwa attraktiver?
Zum Glück waren die damals bestellten Gabionenkörbe noch immer vorhanden, sodass schnell und preisgünstig erstmal eine einheitliche Hangsicherung, sowie Absturzsicherung zur Igeldecke hin geschaffen werden konnte. Diese Investition ist auch bei einem Promenadenumbau nicht verloren, denn die so aufgestellte Behelfswand kann jederzeit an andere Stellen versetzt werden.
Die Hoffnung auf touristische Fördermittel für die Promenade zerschlug sich ebenfalls bereits Anfang des letzten Jahres. Für eine solche Förderung habe unser Ort einfach nicht genug Hotelbetten. Laboe ist daher aus ministerialer Sicht nicht als touristisch geprägt eingestuft worden. Daran möchte WIP gerne etwas ändern. Denn es reicht nicht, ständig auf irgendwelche Fördertöpfe aufmerksam zu machen. Man muss auch etwas tun, um deren Bedingungen zu erfüllen. Da bleiben einige Fraktionen dann leider zu unkonkret.
Um überhaupt voranzukommen, blieb nur die Möglichkeit eine kostengünstigere Gestaltung, welche durch die Gemeine eigenständig finanziert werden kann, zu planen. Der besonders teure erste Abschnitt zwischen Schwimmhalle und Düne wurde vorläufig aus der Planung genommen. Hier hätte der Saunabereich der Schwimmhalle einer großzügigen Terrassierung weichen sollen, um vor der Gastronomie eine attraktive Aufenthaltszone zu schaffen. Dies macht aber keinen Sinn, solange das Thema Schwimmhalle noch nicht entschieden ist und niemand einen Vorschlag hat, wie der Sandeintrag auf die Strandstraße verhindert werden kann.
Der schick geschwungen geplante Mittelteil bis zum Kiosk Birkenweg war nicht mehrheitsfähig, weil eine Vielzahl von Bäumen hätte entnommen werden müssen, und auch dies hätte weiterhin höhere Kosten verursacht.
Ein interessantes Argument brachten die Planer selbst ins Spiel. Der optisch gleiche Schwungeffekt lässt sich mit punktuellen Aufweitungen des Weges (und so WIP ggf. einer geschwungenen Pflasterlinie in anderer Farbe) ebenfalls erreichen. Die Aufweitungen können, so unsere Meinung, spendenbasiert mit maritimen Schmuckelementen im Pflaster (Schweinswal, Seestern, Kompass etc.), die von Tafeln an der Gabionenwand aufgenommen werden, weiter aufgewertet werden. Daneben sollten Belange des Bauhofs beachtet werden, für den Rundungen schlechter zu pflegen sind als gerade Abschnitte und somit auch Folgekosten verursachen.
Nun soll also eine Verlängerung der Promenade bis an den NER mit betrachtet werden. Wir von WIP sind durchaus der Meinung, diesen Bereich nicht aus dem Auge zu lassen.
Hier geben wir aber einen Aspekt zu bedenken, über den sich Verkehrsplaner bereits vor zwei Jahren Gedanken gemacht hatten. Ausgerechnet an der engen Kurve des Prof. Munzer-Ring treffen zusätzlich der Ausgang des NER, der Gehweg oberhalb des NER, der Weg zum Hundestrand und der Autoverkehr des Parkplatzes hinter dem Slomo zusammen. Alle Verkehrsmittel treffen hier sich auf verschiedenste Art kreuzend und begegnend aufeinander. Eine gefährliche Gemengelage, die durch Verlegung der Parkplatzaufahrt in Richtung U-Boot entschärft werden müsse, so die damalige Empfehlung. Da macht es wenig Sinn, diesen logischen ersten Schritt erst nach dem zweiten vorzunehmen.
Im Ergebnis halten wir von WIP die Kritik an der vorgelegten abschnittsweisen Planung für völlig überzogen. Von einer Sparvariante kann keine Rede sein.
Die Promenadengestaltung in Laboe ist für die Verbindung von Tradition und Innovation. Sie schafft einen Raum, der zum Verweilen, Erleben und Begegnen einlädt. Ihr Erfolg soll auf einer ausgewogenen Kombination aus Funktionalität und sozialem Miteinander basieren. Die Promenade bleibt damit das pulsierende Herz Laboes – für Gäste ebenso wie für die Menschen, die hier leben.
