Werkausschuss entscheidet für eine Schwimmhalle am alten Standort in Laboe

In der Sitzung vom 28.11.24 des Werkausschusses der Gemeinde Ostseebad Laboe wurden zwei Anträge zum Thema Schwimmhalle beraten und entschieden.

Auf Antrag der WIP wurde ein umfassender Variantenvergleich für den Neubau der Schwimmhalle in Laboe in Auftrag gegeben. Im September legten Fachleute dem Werkausschuss eine detaillierte Analyse vor, die fünf verschiedene Größenvarianten eines Schwimmbades (1-5) untersuchte und diese auf zwei mögliche Standorte (A: alter Standort, B: ein theoretisch denkbarer neuer Standort) bezog. Insgesamt wurden also zehn Varianten zur Diskussion gestellt, über die in den letzten Wochen intensiv beraten wurde.

Die WIP hat bereits in der Präsentation im September die Variante 4A bevorzugt. Die Variante 4A sieht einen kompakten Ersatzneubau einer Schwimmhalle vor, der ein Lehrschwimmbecken mit vier 25-Meter-Bahnen sowie ein separates Variobecken mit Hubboden umfasst. Diese Lösung erfüllt sowohl die Bedürfnisse des Schulschwimmens als auch dem nachgeordnet im geringen Umfang die Anforderungen des Tourismus. Der Standort A bezieht sich auf den alten Standort am Strand, wo der Ersatzneubau auf den Grundmaßen der bisherigen Halle errichtet werden soll und einen einzigartigen Blick auf die Ostsee bietet.

Auch der Förderverein Hallenbad Laboe e.V. hat sich in einer Presseerklärung und durch eine Plakataktion in Laboe deutlich für Variante 4A ausgesprochen.

In der Sitzung wurden schließlich zwei Anträge zur Abstimmung gestellt:

  • WIP-Antrag: Die Gemeinde Ostseebad Laboe präferiert die Variante 4A und beauftragt den Bürgermeister, mit den Umlandgemeinden über eine mögliche Beteiligung an einem gemeinsamen Zweckverband zu sprechen. Zudem soll die Prüfung von Fördermöglichkeiten für diese Variante erfolgen.
  • CDU-Antrag: Die Gemeinde Ostseebad Laboe tritt in den Dialog über eine finanzielle Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden, ohne sich vorab auf eine Variante festzulegen. Dieser Dialog soll bis zum 31. Januar 2025 abgeschlossen sein.

In der anschließenden Diskussion wiesen die Ausschussmitglieder der WIP, Kalli Fleischfresser und Jens Jacobsen darauf hin, dass sowohl die Einwohner von Laboe als auch die Umlandgemeinden einen klaren Kurs von der Gemeinde Ostseebad Laboe erwarten. Es geht nun darum, die Diskussion über den Standort und die Größe der Schwimmhalle zu beenden und eine Entscheidung zu treffen.

In der namentlichen Abstimmung im Werkausschuss wurde der WIP-Antrag mehrheitlich angenommen, der CDU-Antrag bekam keine Mehrheit.

Wie geht es weiter?

Wenn die Gemeindevertretung am 11. Dezember der Empfehlung zustimmt, wird der Bürgermeister die Umlandgemeinden über den Beschluss informieren und eine mögliche finanzielle Beteiligung in einem Zweckverband anfragen. Ebenso werden mögliche Fördermittel für die beschlossene Variante geprüft. Anschließend könnte, nach einer weiteren Entscheidung der Gemeinde Ostseebad Laboe, im kommenden Jahr die erste Phase der Ausschreibungen und Vorplanungen beschlossen und gestartet werden.

Laut Gutachten benötigt die Realisierung des Ersatzneubaus etwa 50 Monate, davon rund 20 Monate für die Planung. Ein erster Sprung ins Wasser der neuen Schwimmhalle am Strand könnte demnach frühestens im Jahr 2029 stattfinden.

WIP Laboe, 1. Vorsitzender
Kalli Fleischfresser